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Zahnverschleiss behandeln: Okklusionsaufbau mit Komposit

Zahnverschleiss behandeln in Basel | Fallbeispiel

Ausgangslage: Zahnverschleiss mit Schmerzen und empfindlichen Zähnen

Bei dieser Patientin hatten Attrition und Erosion bereits zu einem deutlichen Verlust der natürlichen Zahnformen und der vertikalen Abstützung geführt. Empfindlichkeiten und Schmerzen waren die Folge. Da noch ausreichend erhaltungswürdige Zahnsubstanz vorhanden war, wurde die Okklusion substanzschonend mit direkt appliziertem Komposit aufgebaut. Die geplanten Zahnformen wurden digital vorbereitet und mittels Stempeltechnik unter Kofferdam übertragen.

Die klinische Untersuchung zeigte ein kombiniertes Attritions- und Erosionsgebiss. Attrition bezeichnet den mechanischen Abrieb durch Zahnkontakt. Bei einer Erosion wird die Zahnoberfläche durch Säureeinwirkung geschwächt. Beide Prozesse können gleichzeitig auftreten und sich gegenseitig verstärken.

Typische Zeichen eines behandlungsbedürftigen Zahnverschleisses

  • abgeflachte oder ausgehöhlte Kauflächen

  • kürzer wirkende Zähne und Verlust der natürlichen Zahnform

  • Empfindlichkeit gegenüber Kälte, Wärme, Süssem oder Säure

  • Schmerzen beim Kauen oder Zusammenbeissen

  • Absplitterungen, scharfe Kanten oder wiederholt beschädigte Füllungen

  • eine reduzierte Bisshöhe beziehungsweise vertikale Abstützung

Diese Zeichen können unterschiedliche Ursachen haben. Deshalb werden Ernährung, mögliche Säurebelastungen, Knirschen oder Pressen, Speichelfluss, bestehende Restaurationen und die individuelle Bisssituation gemeinsam beurteilt.

Warum in diesem Fall Komposit statt Kronen?

Eine umfassende Überkronung hätte eine zusätzliche Präparation der Zähne erfordert. In diesem Fall war noch genügend tragfähige Zahnsubstanz vorhanden, um die verlorene Form additiv mit Komposit zu ergänzen. Dieses Vorgehen ist substanzschonend, anpassbar und bei Bedarf reparierbar. Es erfordert jedoch regelmässige Kontrollen und kann im Laufe der Zeit Nachpolitur, Ergänzungen oder Reparaturen benötigen.

Digitale und zahntechnische Planung der neuen Okklusion

Vor dem klinischen Aufbau wurde die gewünschte Kauflächenmorphologie digital geplant. In den Planungsbildern zeigt Grau die bestehende Situation; die hellen Bereiche markieren die zusätzlich vorgesehenen Zahnanteile. So konnten Form, Höhe und Verteilung der späteren Kontakte vorab kontrolliert festgelegt werden.

Übertragung mit Stempeltechnik

Die zahntechnisch geplanten Zahnformen wurden mithilfe eines transparenten Schlüssels auf die Seitenzähne übertragen. Das Komposit wurde schrittweise ergänzt, ausgearbeitet und funktionell kontrolliert. Dadurch liess sich die neue Okklusion gezielt und mit möglichst geringem zusätzlichem Substanzverlust aufbauen.

Kofferdam und sorgfältige Politur

Für die adhäsive Befestigung ist ein sauberes und trockenes Arbeitsfeld zentral. Der Kofferdam isoliert die zu behandelnden Zähne während des Aufbaus. Anschliessend werden die Kompositoberflächen sorgfältig ausgearbeitet und poliert, damit möglichst glatte, gut zu reinigende Übergänge entstehen.

Ergebnis: Die Okklusion wurde wieder aufgebaut

Nach der Behandlung waren die verlorenen Kauflächen ergänzt und die vertikale Abstützung wiederhergestellt. Das gezeigte Ergebnis ist eine Zwischenetappe innerhalb eines umfassenden Behandlungskonzepts. Behandlungsergebnisse und Haltbarkeit sind individuell und hängen unter anderem von Ausgangslage, Belastung, Ursachensteuerung, Mundhygiene und Nachsorge ab.

Nächster Schritt: kieferorthopädische Weiterbehandlung

Nach der funktionellen Rekonstruktion folgt die kieferorthopädische Behandlung. Sie dient dazu, die Zahnstellung und die funktionelle Einordnung weiter zu optimieren. Danach werden Okklusion, Kompositoberflächen und die langfristige Schutzstrategie erneut kontrolliert.

Ähnliche Beschwerden?

Empfindliche, kürzer werdende oder sichtbar abgeflachte Zähne sollten frühzeitig untersucht werden. In unserer Fachzahnarztpraxis in Basel beurteilen wir Ursache, Fortschreiten und Behandlungsmöglichkeiten individuell – von Prävention und Verlaufskontrolle bis zur substanzschonenden rekonstruktiven Rehabilitation.

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