
Knochenaufbau Basel – stabile Membran, Titanmesh & Shell-Technik für komplexe Defekte
KNOCHENAUFBAU MITTELS STABILER MEMBRAN
Wenn der Kieferknochen stark zurückgegangen ist – sei es durch Parodontitis, Zahnverlust, Trauma oder lange bestehende Zahnlosigkeit – reicht ein kleiner Knochenaufbau oft nicht aus, um ein Implantat sicher zu verankern.
Für solche Situationen steht eine besonders präzise und stabile Form der GBR (Guided Bone Regeneration) zur Verfügung: der Knochenaufbau mit starren bzw. verstärkten Membranen oder Schalen.
Diese Techniken ermöglichen es, selbst grosse, dreidimensionale Defekte sicher zu regenerieren – sowohl horizontal als auch vertikal. In unserer Praxis in Basel-Stadt setzen wir diese Verfahren insbesondere bei anspruchsvollen Implantatplanungen ein, um stabile, vorhersehbare Ergebnisse zu erzielen.
Wann ist ein Knochenaufbau mit stabiler Membran sinnvoll?
Diese Methoden kommen vor allem bei folgenden Situationen zum Einsatz:
Vertikale Knochenverluste (fehlende Höhe)
Horizontale Defekte (zu schmaler Knochen)
3D-Defekte nach Trauma oder langjährigem Zahnverlust
Stark resorbierte Kieferkämme
Wunsch nach festsitzenden Implantatlösungen trotz wenig Knochen
Bei solchen komplexen Defekten reicht ein einfacher Knochenaufbau nicht aus – hier braucht es Formstabilität, Volumenkontrolle und maximale Präzision.
Welche Techniken werden eingesetzt?
1. Vorgeformte Titan-Netze / starre Barrieren
Stabile Netze aus Titan dienen als dreidimensionale Gerüststruktur, die den Knochenaufbau schützt und hält.
Vorteile:
hohe Formstabilität
ideal für vertikale Defekte
präzise Rekonstruktion des Kieferkamms
sehr hohe Volumenstabilität
2. Titanverstärkte, nicht resorbierbare Membranen
Diese Membranen enthalten innenliegende Titanverstärkungen, die verhindern, dass die Membran kollabiert.
Vorteile:
stabil, aber flexibel anpassbar
zuverlässige Abschirmung gegenüber Weichgewebe
ideal bei mittleren bis grossen Defekten
sehr gute Kontrolle der Knochenneubildung
3. Shell-Technik mittels kortikaler Schalen
Hier wird eine dünne körpereigene oder allogene Knochenplatte als „Schale“ formend fixiert. Der Raum wird mit partikulärem Knochen gefüllt.
Vorteile:
natürliche Integration
hohe biologische Stabilität
sehr präzise Modellierung
hohe Erfolgsrate bei vertikalen/horizontalen Defekten
Diese Technik orientiert sich an der klassischen „Körbchen-Technik“ und ist heute biologisch optimiert.
Ablauf – Schritt für Schritt
1. 3D-Diagnostik (DVT) & Planung
Exakte Analyse des Defektes, Planung der Augmentation, Simulation der Implantatposition.
2. Chirurgischer Knochenaufbau
schonende Freilegung
Fixation der starren Membran / Schale
Auffüllen mit autologem + ggf. zusätzlichem Knochenmaterial
spannungsfreier Wundverschluss
3. Einheilphase
3–7 Monate abhängig von Defektgrösse, Material und biologischen Faktoren.
4. Entfernung der Membran / Schale
Bei nicht resorbierbaren Materialien in einem zweiten Eingriff.
5. Implantation
Nach erfolgreichem Knochenaufbau werden die Implantate gesetzt – oft mit sehr hoher Primärstabilität.
Vorteile dieser stabilen Knochenaufbau-Methoden
ermöglicht Rekonstruktion schwerer Defekte
hohe Form- und Volumenstabilität
vorhersehbare Ergebnisse
Implantate auch in „unmöglichen“ Situationen realisierbar
ästhetisch optimale Ausgangssituation (v. a. Frontzahnregion)
sehr gute wissenschaftliche Evidenz
Wissenschaftliche Evidenz
Titanverstärkte Membranen zeigen hohe Erfolgssrate bei vertikaler GBR
Urban IA et al., J Periodontol, 2013. PMID: 23631543
Stabile Barrieren ermöglichen signifikanten vertikalen Knochenzuwachs
Ronda M. et al., Int J Periodontics Restorative Dent, 2014. PMID: 24729784
Shell-Technik führt zu hoher Regenerationsqualität und minimaler Resorption
Khoury F. et al., J Implant Dent, 2013. PMID: 23680791
Titanbasierte Membranen bieten überlegene Volumenstabilität im Vergleich zu resorbierbaren Membranen
Cucchi A. et al., Clin Oral Implants Res, 2017. PMID: 28635007
Risiken & Grenzen
Wunddehiszenz (Membranfreilegung)
verlängerte Heilzeit bei grossen Defekten
zweite Operation nötig (bei nicht-resorbierbaren Membranen)
erhöhtes technisches Können erforderlich
Diese Verfahren gelten als fortgeschrittene chirurgische Techniken und sollten nur von erfahrenen Implantologen durchgeführt werden.
Kosten – Richtwerte (CHF)
(je nach Defektgrösse & benötigtem Material)
Leistung | Richtwert |
Grosser 3D-Knochenaufbau | 2’000 – 4’000 |
FAQ – Häufige Fragen
Wie lange dauert die Einheilzeit?
Zwischen 3 und 7 Monaten, abhängig vom Defekt.
Ist ein solcher Aufbau schmerzhaft?
Nein – in der Regel treten nur leichte postoperative Beschwerden auf.
Wie sicher sind diese Methoden? Die Erfolgsraten liegen – je nach Studie – zwischen 88 und 96 %, auch bei anspruchsvollen Defekten.
Wird die Membran später entfernt?
Nur nicht resorbierbare Materialien; resorbierbare Membranen verbleiben im Gewebe.
Mehr Knochen. Mehr Stabilität. Mehr Möglichkeiten.
Ein stabiler Knochenaufbau mit starren Membranen, Titanverstärkung oder Shell-Technik eröffnet selbst in schwierigen Situationen die Möglichkeit, Implantate sicher und ästhetisch perfekt zu setzen.
Wenn Sie wissen möchten, welche Methode für Ihren Fall geeignet ist, beraten wir Sie in Basel gerne – präzise, individuell und wissenschaftlich fundiert.







