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All-on-4 Kosten Schweiz Basel: Womit Sie rechnen sollten – und warum Preise variieren

  • Autorenbild: Dr. med. dent. Thomas Gasser
    Dr. med. dent. Thomas Gasser
  • 22. Feb.
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 23. Feb.

Wenn ein ganzer Zahnbogen (Ober- oder Unterkiefer) nicht mehr zuverlässig funktioniert, wünschen sich viele Patient:innen feste Zähne statt einer wackeligen Prothese. Das All-on-4®-Konzept ist dafür eine häufig eingesetzte Option: vier Implantate tragen eine festsitzende Brücke (meist mit Sofortversorgung, sofern die Voraussetzungen passen).


Der wichtigste Punkt vorab: Es gibt keinen „Fixpreis“, weil All-on-4 immer ein Behandlungsprozess ist (Diagnostik → Planung → Chirurgie → Prothetik → Nachsorge). Trotzdem lassen sich in Basel realistische Richtwerte nennen – und vor allem erklären, wovon die Kosten abhängen.


Typische Kosten in Basel/Schweiz (Richtwerte)

Auf unserer All-on-4-Seite findest du konkrete typische Richtwerte (CHF) als Orientierung:

  • All-on-4® mit Sofortversorgung (pro Kiefer): ca. 15’000 – 17’000 CHF

  • Definitive Brücke (Zirkon/Titan/Hybrid): 6’000 – 12’000 CHF

  • Sedierung/Analgosedation (optional): 1’000 – 2’500 CHF

  • 3D-Planung / OP-Schablone: 300 – 900 CHF

    Details: All-on-4 in Basel – Kosten & Konzept.


Diese Zahlen sind Orientierung, kein Kostenvoranschlag. Der individuelle Preis hängt u. a. davon ab, ob Knochen/Weichgewebe, Bisslage, Entzündungen und Risikofaktoren (z. B. Rauchen) zusätzliche Maßnahmen erfordern.



Was steckt im Preis – der „Baukasten“

Damit Angebote vergleichbar sind, lohnt es sich, die Kosten in Bausteine zu zerlegen:

1) Befund & Diagnostik (inkl. 3D-Planung)

Bei All-on-4 ist eine präzise Diagnostik entscheidend – häufig inkl. DVT/CBCT zur Beurteilung von Knochenangebot, Kieferhöhlen/Foramina und Planung der Implantatpositionen.👉 DVT (3D-Röntgen) in Basel.


2) Chirurgie & Sofortversorgung

Das chirurgische Vorgehen ist nicht „nur Implantate setzen“, sondern umfasst häufig auch Extraktionen, Formung/Management des Weichgewebes und – bei geeigneten Primärstabilitäten – Sofortbelastung mit einer provisorischen Brücke.


3) Prothetik & Zahntechnik (die „definitive Brücke“)

Die definitive Vollbogen-Brücke ist oft ein wesentlicher Kostenanteil: Materialwahl (z. B. Hybrid, Titan/Zirkon), Design, Okklusionskonzept und Laboraufwand.


4) Nachsorge & Maintenance (Folgekosten vermeiden)

Langfristig ist nicht nur „die OP“ entscheidend, sondern die strukturierte Nachsorge (Kontrollen, professionelle Implantatreinigung, ggf. Schiene).👉 Dentalhygiene / Implantatpflege in Basel.


Warum All-on-4 oft ohne großen Knochenaufbau auskommt

Ein Kernprinzip ist, dass posterior häufig angulierte (tilted) Implantate genutzt werden, um anatomische Strukturen (z. B. Kieferhöhle) zu umgehen und vorhandenen Knochen besser auszunutzen. Meta-Analysen zeigen dabei vergleichbare Outcomes zwischen axialen und angulierten Implantaten in Vollbogen-Sofortkonzepten (bei korrekter Indikation).


Wenn das Knochenangebot dennoch sehr gering ist, können je nach Befund Augmentationen oder alternative Konzepte sinnvoll sein:


Evidenzlage: Was Studien zu Erfolg & Komplikationen sagen

Systematische Reviews zum All-on-4-Konzept berichten sehr gute kurzfristige Überlebensraten, weisen aber auch klar auf Grenzen hin (z. B. Studiendesign, Follow-up-Dauer, Heterogenität). Für langfristige Daten gibt es große Beobachtungsstudien (z. B. Unterkiefer, 10–18 Jahre), die All-on-4 als langfristig viable Option zeigen – gleichzeitig werden biologische und mechanische Komplikationen beschrieben, die konsequente Nachsorge erfordern.


Bei Vollbogen-Versorgungen sind peri-implantäre Erkrankungen keineswegs „selten“; Prospektivdaten zeigen je nach Definition/Design relevante Prävalenz-Spannen.

Und: Im Oberkiefer werden in der Literatur häufig auch Konzepte mit 4 vs. 6 Implantaten diskutiert. Eine neuere systematische Übersichtsarbeit fand keine signifikanten Unterschiede in Implantat-/Prothesensurvival, aber Unterschiede z. B. beim marginalen Knochenverlust in bestimmten Auswertungen – was die Individualisierung (Knochen, Risiko, Material, Design) unterstreicht.


So bekommen Sie in Basel eine verlässliche Kostenschätzung

Ein seriöser Kostenvoranschlag entsteht in 3 Schritten:

  1. Befund & Diagnostik (inkl. Risikoprofil, meist inkl. 3D-Bildgebung)

  2. Therapieplan in Varianten (All-on-4 vs. Alternativen wie Steg/Hybrid, ggf. Augmentation)

  3. Transparente Offerte inkl. Zahntechnik/Materialien, Etappen (Provisorium/definitiv) und Nachsorge


FAQ – All-on-4 Kosten Schweiz/Basel

Ist die Sofortversorgung im Preis enthalten?

Nicht immer – klären, ob Provisorium/Brücke, Anpassungen und Reparaturen mitgemeint sind.


Was treibt die Kosten am stärksten?

Definitive Brücke (Material/Labor), Sedierung (optional), 3D-Planung/Schablone, zusätzliche Chirurgie (z. B. Extraktionen/Weichgewebe).


Braucht es immer Knochenaufbau?

Oft nicht – das Konzept nutzt vorhandenen Knochen; bei sehr geringem Knochenangebot sind Alternativen/zusätzliche Maßnahmen möglich.


Wie wichtig ist die Nachsorge?

Sehr wichtig – Maintenance beeinflusst Langzeitstabilität und Folgekosten wesentlich.


4 oder 6 Implantate?

Kommt auf Kiefer, Knochen, Risiko und prothetisches Design an; die Evidenz diskutiert beide Konzepte.


Was ist mit Periimplantitis?

Ein relevantes Thema auch bei Vollbogen – deshalb Hygiene-/Recall-Programm.


Knirschen/Pressen?

Oft lohnt sich Schutz (z. B. Schiene) – um Material/Implantate zu entlasten. 👉 Michigan-Schiene.


Wie starte ich am besten?

Mit Diagnostik und einer Offerte in Etappen: Provisorium → definitive Versorgung → Maintenance.


PubMed-Quellen

  • Systematic review All-on-4: PMID 23560986 

  • Systematic review All-on-4: PMID 28298995 

  • Consensus/Recommendations (All-on-4 standard care): PMID 28512551 

  • Long-term follow-up mandible 10–18y: PMID 30924309 

  • Tilted vs axial implants meta-analysis: PMID 22851285 

  • Peri-implant diseases in full-arch patients: PMID 33571325 

4 vs 6 implants (maxillary fixed FCD) SR/MA: PMID 38317918 

Alle Beiträge werden von Dr. med. dent. Thomas Gasser, Fachzahnarzt für Rekonstruktive Zahnmedizin (SSRD) und MAS Oral Implantology (UZH), verfasst oder fachlich geprüft. Wo medizinische Aussagen gemacht werden, verweisen wir auf hochwertige Evidenz (z. B. PubMed).

 
 
 

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