Gesund altern: Altersforschung, Medikamente & Mundgesundheit
- Thomas Gasser
- 20. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Warum moderne Altersforschung nicht nur die Lebensspanne, sondern vor allem gesunde Lebensjahre verlängern will – und welche Rolle die Mundgesundheit dabei spielt.
Gesund Altern, Altersforschung, Mundgesundheit und Alter
Die Altersforschung erlebt derzeit einen bemerkenswerten Wandel. Was lange Zeit als Science-Fiction oder Mythos galt – nämlich den biologischen Alterungsprozess gezielt zu verlangsamen oder teilweise umzukehren – rückt durch neue wissenschaftliche Erkenntnisse zunehmend in den Bereich des Realistischen. Forschende sind heute optimistisch, dass bereits existierende Medikamente und Interventionen künftig dazu beitragen könnten, nicht nur länger, sondern vor allem gesünder zu leben.
Im Mittelpunkt steht dabei ein Paradigmenwechsel: Ziel der modernen Altersforschung ist nicht die maximale Lebensverlängerung um jeden Preis, sondern die Verlängerung der sogenannten „Healthspan“ – also jener Lebensjahre, in denen Menschen körperlich und geistig gesund, leistungsfähig und selbstständig bleiben.
Überraschend ist dabei, dass einige Substanzen, die im Kontext des Alterns diskutiert werden, bereits heute medizinisch eingesetzt werden – allerdings noch nicht explizit mit dem Ziel, den Alterungsprozess zu beeinflussen. Ihre potenziellen Effekte auf Zellalterung, Stoffwechsel, Entzündungsprozesse und Reparaturmechanismen werden derzeit intensiv erforscht.
In der besprochenen Episode spricht die Journalistin Lucy Hockings mit Andrew Steele, dem Autor von Ageless: The New Science of Getting Older Without Getting Old, darüber, wie realistisch es ist, dass wir bereits in unserer eigenen Lebenszeit von solchen „Verjüngungsstrategien“ profitieren könnten. Dabei wird deutlich: Altern ist kein rein passiver Prozess, sondern ein komplexes biologisches Geschehen, das durch Umweltfaktoren, Lebensstil und medizinische Maßnahmen beeinflusst wird.
Besonders interessant – und medizinisch gut belegt – ist der Zusammenhang zwischen chronischen Entzündungen und Alterungsprozessen. Niedriggradige, dauerhafte Entzündungen („Inflammaging“) gelten heute als ein zentraler Treiber vieler altersassoziierter Erkrankungen, darunter Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, neurodegenerative Erkrankungen und auch Gebrechlichkeit im Alter.
In diesem Kontext rückt auch die Mund- und Zahngesundheit stärker in den Fokus der Altersforschung. Chronische Entzündungen im Mundraum, etwa durch bakterielle Plaque, Gingivitis oder Parodontitis, können systemische Entzündungsreaktionen fördern. Diese stehen nachweislich in Wechselwirkung mit dem allgemeinen Gesundheitszustand und können Alterungsprozesse indirekt beschleunigen.
Eine gute Mundhygiene, regelmäßige professionelle Zahnreinigungen und das konsequente Entfernen bakterieller Beläge sind daher nicht nur für den Erhalt der Zähne entscheidend, sondern auch ein wichtiger Bestandteil präventiver Gesundheitsstrategien im Alter. Der Mund ist kein isoliertes System – er ist Teil des Gesamtorganismus und beeinflusst diesen stärker, als lange angenommen wurde.
Gesundes Altern beginnt deshalb nicht erst im hohen Lebensalter, sondern im Alltag: durch Prävention, Entzündungsreduktion, eine bewusste Lebensführung – und durch die Pflege der eigenen Mundgesundheit. Die aktuellen Entwicklungen der Altersforschung unterstreichen eindrücklich, wie wichtig ein ganzheitlicher Blick auf Gesundheit ist.
Wer sich für diese spannenden Zusammenhänge interessiert, dem sei die erwähnte Episode ausdrücklich empfohlen – sie bietet einen fundierten, realistischen Einblick in den aktuellen Stand der Wissenschaft und zeigt, warum die Frage nicht mehr lautet, ob wir gesünder altern können, sondern wie.
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