
Sinuslift (transkrestal)

Transkrestaler Sinuslift in Basel
Kurz erklärt: Sinuslift (transkrestal)
Ein interner Sinuslift (transkrestaler Sinuslift, oft bekannt als Summer’s Lift) ist eine minimalinvasive Methode, um den Knochen im hinteren Oberkiefer zu erhöhen, wenn die Restknochenhöhe gering, aber noch ausreichend ist – meist 4–7 mm.
Im Gegensatz zum externen Sinuslift wird kein laterales Fenster eröffnet. Stattdessen wird die Schneidersche Membran über den Implantatkamm angehoben, wodurch ein kleiner, aber effizienter Knochenaufbau entsteht – oft in derselben Sitzung wie das Implantat.
In unserer Praxis in Basel-Stadt wird der Eingriff digital geplant (DVT) und atraumatisch durchgeführt, häufig ergänzt durch Knochenersatzmaterial, um die Regeneration zu optimieren.
Wann ist ein transkrestaler Sinuslift sinnvoll?
Restknochenhöhe zwischen 4–7 mm
Für Implantate in der Prämolaren- oder Molarenregion des Oberkiefers
Wenn ein lateraler Sinuslift nicht notwendig ist
Bei Patienten, die sich ein schonendes Verfahren wünschen
Wenn eine gleichzeitige Implantation möglich sein soll
Der interne Sinuslift ist ideal, wenn moderater Knochenmangel besteht und ein externer Sinuslift zu invasiv wäre.
Mögliche Vorteile und Behandlungsziele
Minimalinvasiv: kein laterales Fenster, kleine Zugangsstelle
Weniger postoperative Beschwerden (Schwellung, Schmerzen, Heilungszeit)
Kürzere OP-Zeit
Simultane Implantation fast immer möglich
Hohe Erfolgsrate, wenn gut geplant
Sehr geringe Komplikationsrate
Ablauf der Behandlung
1. Digitale Planung (DVT)
Analyse von Restknochenhöhe, Sinusmembran, vorhandenen Septen und anatomischen Risiken.
2. Präparation der Implantatbohrung
Der Kamm wird vorbereitet, bis kurz vor die Sinusmembran.
3. Atraumatisches Anheben der Membran
Spezielle Osteotome oder hydraulische/ballontechniken
Schonende Elevation um wenige Millimeter
4. Einbringen von Knochenmaterial
Eigenknochen
Knochenersatzmaterial
5. Implantation
Das Implantat kann in derselben Sitzung eingesetzt werden, da die Restknochenhöhe ausreichend ist.
6. Heilung
Kontrolle nach 1 Woche, Belastung nach 3–6 Monaten – abhängig vom Ausgangsbefund.
Wissenschaftliche Einordnung
Hohe Erfolgsrate & geringe Invasivität
Transkrestale Methoden zeigen Implantat-Erfolgsraten von >94–98 %.
Del Fabbro M. et al., Clin Implant Dent Relat Res, 2008. PMID: 18694464
Prediktive Kriterien für simultane Implantation
≥4 mm Restknochen gelten als stabiler Ausgangspunkt für gleichzeitige Implantate.
Fugazzotto PA., J Periodontol, 2003. PMID: 12887006
Geringe Perforationsrate der Membran
Interne Sinuslifts zeigen niedrigere Perforationsraten als externe Verfahren.
Silva LD. et al., Clin Oral Implants Res, 2006. PMID: 16968382
Knochenneubildung durch Hydro-/Ballonelevation
Hydraulisch unterstützte Techniken erhöhen Sicherheit und Vorhersagbarkeit.
Chen L. et al., Int J Oral Maxillofac Implants, 2016. PMID: 27092347
Kosten und individuelle Planung
(abhängig von Technik, Knochenmaterial & Implantatplanung)
Leistung | Richtwert |
Interner Sinuslift (transkrestal) | 700 – 1’400 |
Knochenersatzmaterial (optional) | 200 – 600 |
PRF / Membran | 150 – 350 |
DVT / 3D-Diagnostik | 150 – 400 |
Implantation gleichzeitig | nach Aufwand |
Häufige Fragen
Wann ist ein externer Sinuslift nötig?
Bei Restknochen <3–4 mm – dann reicht der interne Lift anatomisch nicht aus.
Ist ein transkrestaler Sinuslift schmerzhaft?
Nein – er ist deutlich schonender als der externe Sinuslift und verursacht meist nur leichte postoperative Beschwerden.
Kann die Sinusmembran reißen?
Ja, aber seltener als bei der Fenstertechnik – und meist gut behandelbar.
Wie viel Knochenzuwachs ist möglich?
In der Regel 2–4 mm, je nach Anatomie.
Kann das Implantat sofort eingesetzt werden?
Ja – fast immer.
Zusammenfassung
Der transkrestale Sinuslift ist eine schonende, effektive Methode, um fehlenden Knochen im Oberkiefer wieder aufzubauen – mit hoher Sicherheit und meist gleichzeitigem Implantateinsatz.
Wenn Sie wissen möchten, ob ein interner oder externer Sinuslift für Ihre Situation optimal ist, beraten wir Sie in Basel gerne – individuell, digital geplant und wissenschaftlich fundiert. Gemeinsam schaffen wir die Basis für ein langlebiges, ästhetisches Implantatergebnis.

Diagnostik und Planung
Bei implantologischen Behandlungen wird vom späteren Zahnersatz rückwärts geplant. Knochenangebot, Weichgewebe, Implantatposition, Biss, Hygienefähigkeit und die langfristige Nachsorge werden gemeinsam beurteilt; dreidimensionale Bildgebung wird nur eingesetzt, wenn sie für die Fragestellung einen zusätzlichen Nutzen bietet.
Grenzen, Risiken und Alternativen
Implantate und Augmentationen sind nicht in jeder Situation gleich sinnvoll. Mögliche biologische und technische Komplikationen umfassen Entzündungen, Knochen- oder Weichgewebsverlust, fehlende Einheilung sowie Reparaturbedarf am Zahnersatz. Rauchen, parodontale Vorgeschichte, Allgemeinerkrankungen und Mundhygiene können das Risiko beeinflussen.
Sinuslift (transkrestal) in Basel: Erfahrung und Einordnung
Implantologische Behandlungen werden in der Fachzahnarztpraxis Dr. Gasser in Basel prothetisch orientiert geplant. Dr. Thomas Gasser ist Fachzahnarzt für Rekonstruktive Zahnmedizin (SSRD), absolvierte den MAS Oral Implantology an der Universität Zürich und ist unter anderem Mitglied des ITI. Bei komplexen Situationen wird die Behandlung interdisziplinär abgestimmt. Mehr zu Ausbildung und Qualifikation von Dr. Thomas Gasser.
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Je nach Ausgangslage können auch All-on-4, Sinuslift (lateral) oder Zygoma-Implantate relevant sein. Weitere zahnmedizinische Leistungen in Basel finden Sie in der Leistungsübersicht.
Literatur und Leitlinien
PubMed – aktuelle Literaturrecherche zu Sinuslift (transkrestal)
Die Literaturhinweise dienen der fachlichen Einordnung. Welche Erkenntnisse für eine konkrete Behandlung relevant sind, hängt von Diagnose, Ausgangslage und individueller Risikoabwägung ab.

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